Viele Menschen mit Flugangst wünschen sich vor allem eines: Vertrauen.
Vertrauen darauf, sicher anzukommen. Vertrauen in die Technik, in die Crew und in sich selbst.
Genau darum geht es in diesem Artikel. Ich zeige dir, wie Vertrauen entstehen kann und welche wichtige Rolle deine Gedanken dabei spielen.
Wenn du das Thema lieber hören statt lesen möchtest, kannst du dir hier die passende Podcastfolge anhören.
In der Episode erkläre ich dir ausführlich, wie du deine Flugangst Schritt für Schritt in Vertrauen und das Gefühl von Sicherheit verwandeln kannst
Warum Vertrauen bei Flugangst so wichtig ist
Wenn du unter Flugangst leidest, kennst du wahrscheinlich das Gefühl, völlig ausgeliefert zu sein. Viele Menschen wünschen sich in solchen Momenten ein starkes Urvertrauen. Dieses Gefühl, sich sicher und geschützt zu fühlen.
Dieses Vertrauen kann dir jedoch von außen niemand einfach so geben. Es lässt sich auch nicht erzwingen. Aber du kannst lernen, dieses Vertrauen ins Leben wieder aufzubauen.
Ein wichtiger Punkt ist dabei die Erkenntnis, dass Herausforderungen zum Leben dazugehören.
Viele Menschen haben die Vorstellung, dass das Leben leicht und unbeschwert sein sollte.
Auch ich würde mir das für mich wünschen. :-) In der Realität erleben wir jedoch immer wieder Stress, Trauer, Frust oder Unsicherheit. Leider gehören auch diese Empfindungen zum Leben
dazu. Und da wir ungern „negative“ Gefühle empfinden, ist es nicht selten, dass man versucht, diese Gefühle zu vermeiden und zu unterdrücken, sollten sie auftauchen.
Angst ist ein mächtiges, schnelles und unangenehmes Gefühl. Nur allzu verständlich, dass man dieses Gefühl am liebsten nicht erleben möchte.
Aber genau dieses Unterdrücken führt zum Gegenteil:
- Das Gefühl wird verstärkt, statt geschwächt.
Auch das Fliegen kann für dich zunächst eine große Herausforderung sein. Das bedeutet jedoch nicht, dass es immer so bleiben muss. Herausforderungen können leichter werden.
Der entscheidende Faktor: Deine Interpretation der Situation
Ein zentraler Punkt bei Flugangst sind nicht die äußeren Umstände, sondern deine Gedanken darüber.
Stell dir vor, zwei Menschen sitzen im selben Flugzeug. Der eine langweilt sich, während der andere große Angst hat. Der Unterschied liegt nicht im Flug selbst, sondern in der Interpretation der Situation.
Wenn du an einen bevorstehenden Flug denkst, entsteht wahrscheinlich ein sehr konkretes Bild in deinem Kopf. Oft ist dieses Bild ein Worst Case Szenario. Dieser Gedanke taucht immer wieder auf und fühlt sich wie eine reale Bedrohung an.
Viele Menschen versuchen dann, diese Gedanken zu begründen. Typische Argumente sind zum Beispiel:
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Es gab schon Flugzeugabstürze
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Technik kann versagen
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Man hört immer wieder von Zwischenfällen
Diese Gedanken enthalten oft ein kleines Körnchen Wahrheit. Das eigentliche Problem ist jedoch, dass sie emotional aufgeladen sind, automatisch immer wieder auftauchen, dich belasten und nicht näher an dein Ziel bringen.
Im Gegensatz dazu denken auch Pilotinnen, Piloten und Flugbegleiter über mögliche Notfälle nach. Der Unterschied ist jedoch entscheidend: Diese Gedanken sind lösungsorientiert und nicht von Angst geprägt.
Falls ein Gedanke dich dauerhaft belastet und immer wieder Angst auslöst, handelt es sich oft um einen sogenannten dysfunktionalen Gedanken. Um deine Flugangst zu überwinden, ist es sehr wichtig, solche dysfunktionalen Gedanken zu überprüfen und durch hilfreichere Gedanken zu ersetzen.
Vertrauen in Technik und Piloten entwickeln
Ein häufiger Auslöser von Flugangst ist das fehlende Vertrauen in die Flugzeugtechnik oder die Pilot:innen. In diesem Fall lohnt es sich, gemeinsam einen Blick auf die Fakten zu werfen.
Statistisch gesehen ist Fliegen äußerst sicher. Im sogenannten "Rekordjahr 2025" gab es weltweit fünf Unfälle. Hochgerechnet bedeutet das im Durchschnitt einen Unfall auf etwa neun Millionen Flüge. Du darfst nun für dich entscheiden, ob du das Risiko, das von einem Flug ausgeht, eingehen möchtest. Denn natürlich gibt es im Leben nie eine hundertprozentige Sicherheit. Ein minimales Restrisiko bleibt immer bestehen, egal was wir tun.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Kontrolle. Viele Menschen empfinden es als schwierig, die Kontrolle abzugeben. → Beim Fliegen ist genau das jedoch unvermeidlich.
Du kannst dir dazu einige Fragen stellen:
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Kann ich selbst ein Flugzeug fliegen?
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Ergibt es Sinn, dass ich als Passagier die Kontrolle über das Flugzeug habe?
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Wäre ich beruhigt, wenn ein anderer verängstigter Passagier das Flugzeug steuern würde?
Die meisten Menschen merken dabei schnell, dass es durchaus sinnvoll ist, die Verantwortung an ausgebildete Pilot:innen abzugeben.
Piloten durchlaufen ein sehr anspruchsvolles Auswahlverfahren. Sie verbringen Jahre in der Ausbildung, trainieren regelmäßig und kennen ihr Flugzeug bis ins Detail. Genau deshalb sitzen sie dort vorne im Cockpit.
Kontrolle abzugeben kann schwer sein.
- In diesem Fall kann es jedoch auch eine Einladung sein, wieder mehr Vertrauen ins Leben zu entwickeln.
Die Anmeldung zum Live-Training ist 100% kostenlos und mit keinerlei Verpflichtungen verbunden. Mit deiner Anmeldung stimmst du zu, dass ich dir die Zugangsdaten sowie alle Unterlagen für das Webinar, die ich dir kostenlos zur Verfügung stelle, zuschicken darf. Zusätzlich erhältst du etwa einmal pro Woche einen Newsletter, wenn es Neuigkeiten aus dem Flugverliebt-Universum gibt. (Alle Infos zur Datenschutzerklärung.)
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Falls die Angst vor einer Panikattacke im Vordergrund steht:
Viele Menschen mit Flugangst sorgen sich weniger um Technik oder Piloten. Stattdessen haben sie Angst vor einer Panikattacke während des Fluges.
Diese Angst vor der Angst ist sehr verbreitet. Die Sorge besteht oft darin, die Kontrolle über sich selbst zu verlieren und die Situation nicht aushalten zu können.
Eine hilfreiche Methode ist es, den schlimmsten Fall einmal nüchtern zu betrachten. Wenn du bereits eine Panikattacke erlebt hast, kannst du dir einige Fragen stellen:
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Was genau ist von außen betrachtet passiert?
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Wie lange hat die Panik angehalten?
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Was ist danach passiert?
In den meisten Fällen stellen Menschen fest, dass die Panikattacke irgendwann abgeklungen ist. Sie sind weder verrückt geworden noch gestorben.
Eine Panikattacke ist eine starke körperliche Stressreaktion. Dein Körper produziert Adrenalin und Cortisol, weil er glaubt, in Gefahr zu sein. Sobald diese Energie abgebaut ist, beruhigt sich das System wieder. Und zwar IMMER!
Auch wenn dieses Gefühl extrem unangenehm ist, bedeutet es nicht, dass du ihm hilflos ausgeliefert bist. Es gibt viele wirksame Methoden, die Panik vorbeugen oder abschwächen können.
Ein wichtiger Ansatz ist es, bereits Tage oder Wochen vor dem Flug dein Nervensystem zu stärken. Außerdem kannst du Strategien entwickeln, wie du im Ernstfall mit einer Panikattacke umgehen kannst.
Ziel ist es, wieder ein Gefühl von Selbstwirksamkeit zu entwickeln.
Selbstwirksamkeit bedeutet, dass du das Gefühl hast, Einfluss auf deine Situation zu haben. Dieses Gefühl ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg aus der Flugangst.
Statt dich ständig zu fragen, wie schlimm der Flug werden könnte, kannst du dir andere Fragen stellen:
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Was kann ich tun, um eine Panikattacke zu vermeiden?
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Wie kann ich mein Nervensystem stärken?
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Welche Strategien helfen mir, wenn Angst auftaucht?
→ Alles, was du regelmäßig übst, kann dein Körper auch in Stresssituationen leichter abrufen.
Viele kleine Schritte führen langfristig zum Ziel
Viele Menschen überschätzen, was sie an einem einzigen Tag erreichen können. Gleichzeitig unterschätzen sie, wie viel sie innerhalb eines Jahres verändern können.
Wenn du entschlossen bist, deine Flugangst zu überwinden, steckt in diesem Wunsch bereits großes Potenzial. Fortschritt entsteht durch kontinuierliches auf das Ziel hinarbeiten.
Jeden Tag kannst du dich fragen:
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Bringt mich mein aktuelles Verhalten näher an mein Ziel?
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Sind meine Gedanken hilfreich?
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Handle ich so, wie mein angstfreies-Ich handeln würde?
Jeden Tag triffst du Entscheidungen. Manche bewusst, andere unbewusst. Jede Entscheidung bringt dich entweder näher in Richtung Angstfreiheit oder tiefer in die Angst hinein.
Vertrauen entsteht durch neue Erfahrungen
Vertrauen in dich und in das Fliegen entsteht durch neue Erfahrungen, die du im echten Leben machst. Indem du neue Gedanken denkst und durch kleine Schritte außerhalb der Komfortzone.
So kann aus Angst wieder Vertrauen entstehen. Vertrauen in dich selbst, in das Fliegen und in das Leben.
Alles Liebe
🪽 Deine Linda


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